Neue Nationalgalerie

Berlin, Deutschland

Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum ist das Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts der Berliner Nationalgalerie. Der 1968 eröffnete Bau des Museums stammt von Ludwig Mies van der Rohe und gilt als Ikone der Klassischen Moderne. Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten war die Neue Nationalgalerie seit 2015 geschlossen. Die symbolische Bauübergabe fand am 29. April 2021 statt, die Wiedereröffnung mit einem Festakt am 21. August 2021.

Im Jahr 1962 erhielt Ludwig Mies van der Rohe im Alter von 76 Jahren den Auftrag, die Neue Nationalgalerie in Berlin zu errichten. Er griff dabei auf einen eigenen Entwurf von 1957 für das nicht ausgeführte Verwaltungsgebäude des Rumherstellers Bacardi in Santiago de Cuba und auf den ebenfalls eigenen zwischen 1960 und 1963 entwickelten Entwurf des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt zurück, der gleichfalls nicht realisiert wurde. Beide Entwürfe beruhen mit geringeren Abmessungen auf einem auf acht Stützen gelagerten Dach sowie dem stützenfreien Innenraum. Mies bat seinen Freund Frei Otto um Unterstützung bei der Statik des 1.260 Tonnen schweren Daches. Otto ersetzte die ursprünglich vorgesehenen vier mittigen Stützpfeiler durch jeweils zwei Pfeiler an den Seiten. Der Bau der Neuen Nationalgalerie begann am 23. September 1965, drei Jahre nach Auftragserteilung, mit der Grundsteinlegung und wurde nach knapp drei Jahren Bauzeit 1968, ein Jahr vor Mies’ Tod, fertiggestellt. Mies war zwei Mal in Berlin (1965 zur Grundsteinlegung und 1967 nach Aufsetzen der Dachkonstruktion), konnte aber 1968 zur Eröffnung wegen einer chronischen Erkrankung nicht mehr anreisen. Die Umsetzung der Pläne erfolgte durch seinen Enkel Dirk Lohan, der nach seinem Diplom an der TH München ab 1962 im Büro seines Großvaters in Chicago mitarbeitete.



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