Schloss Liselund

Borre, Dänemark

Schloss Liselund

Schloss Liselund ist ein klassizistisches Landhaus in einem englischen Landschaftsgarten bei den Kreidefelsen Møns Klint. Es ist der einzige Außenstandort des Dänischen Nationalmuseums auf der Insel Møn.

Das kleinste „Schloss“ genannte Gebäude in Dänemark ist von seinen Abmessungen und dem Erscheinungsbild her eher ein Landhaus oder eine Villa. Dafür ist es aber vom Bauherrn in die hügelige Umgebung an der Buchen-Hochwaldkante des Kliffs hineinkomponiert. Der Bauherr war Gutsbesitzer auf der Insel. Sein Gut Marienborg liegt etwa 20 Kilometer entfernt. Das Vorgängerhaus von Liselund an gleicher Stelle ist seit dem Mittelalter bekannt und hieß Sømarkegaard. Es wurde 1783 als Krongut an den Kammerherrn Antoine de la Calmette verkauft, dessen Familie aus den Niederlanden nach Dänemark gekommen war. Sein Vater hatte erst 1777 Marienborg noch als holländischer Minister am dänischen Hof erworben. Calmette benannte Sømarkegaard sogleich beim Kauf in Liselund um, nach seiner Lisa genannten Ehefrau Anna Catharine Elisabeth Iselin. Der Geschmack beider für den Stil der französischen Kultur der Zeit bildeten die Eheleute auf Frankreichreisen 1790 und 1798/99 aus. Hinzu kam die aus den Schriften von Jean-Jacques Rousseau übernommene Naturbesessenheit und Freude am ländlichen Primitivismus und der Einfachheit des Lebens. Bevor Calmette das Haus erbaute, legte er zunächst acht Jahre lang die Parklandschaft von Liselund an. Ein Teil davon, eine wilde Kluft mit künstlichen Ruinen und Wasserfall in die Ostsee sowie einer kleinen Kapelle mit Zwiebelturm, ging bei einem großen Abbruch am Kliff im Jahr 1905 verloren und rutschte in die See.



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