Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs (Kairo)

Kairo, Ägypten

Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs (Kairo)

9.2

Die Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs (arabisch جامع عمرو بن العاص, DMG Ǧāmiʿ ʿAmr b. al-ʿĀṣ; MMC 319) wurde im Jahr 642/643 (22 AH) im Norden der Festung Babylon im Bereich der neu gegründeten Stadt al-Fustat im Süden des heutigen Kairos durch den General ʿAmr ibn al-ʿĀs angelegt. Sie ist der erste Moscheebau in Ägypten und in ganz Afrika. Die Moschee wurde an der Stelle errichtet, an der sich das Zelt des Generals während der Belagerung Babylons befand. Noch im selben Jahr ließ ʿAmr ibn al-ʿĀs eine weitere Moschee in Damiette errichten. Das heutige Erscheinungsbild entspricht nicht mehr dem ursprünglichen Bau: die heutige Moschee stammt aus dem Jahr 1796.

Im Auftrag des Kalifen ʿUmar ibn al-Chaṭṭāb griff der Feldherr ʿAmr ibn al-ʿĀṣ, aus Syrien kommend, 639 das damals byzantinische Ägypten an. Er eroberte die Festung Pelusium im Nordsinai und konnte die Schlacht bei Heliopolis für sich entscheiden. Alexandria konnte sich aber vorerst behaupten. Nachdem ʿAmr ibn al-ʿĀṣ die Kontrolle über Alexandria erringen konnte – er sicherte den Christen Religionsfreiheit zu –, legte er 643 (22 AH) nördlich der Festung Babylon/Qaṣr asch-Schamʿ sein Feldlager al-Fustat an, das allmählich zu einer Stadt ausgebaut wurde. Al-Fustat ist damit die erste arabische Stadtgründung auf ägyptischem Boden. Das Lager bzw. die Stadt lag direkt am Nil, der damals weiter östlich verlief.

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