Orgel der Hauptkirche Sankt Jacobi (Hamburg)

Hamburg, Deutschland

Orgel der Hauptkirche Sankt Jacobi (Hamburg)

8.8

Die Orgel der Hauptkirche Sankt Jacobi in Hamburg wurde in der Zeit von 1689 bis 1693 von Arp Schnitger gebaut. Die Orgel verfügt über vier Manuale, ein Pedal und 60 Register, darunter 15 Zungenstimmen, mit insgesamt knapp 4000 klingenden Pfeifen. Insgesamt wurden an der Orgel zwischen ihrer Erbauung und der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nur wenige Veränderungen vorgenommen. Der alte Pfeifenbestand blieb bis auf die Prospektpfeifen fast vollständig erhalten. Sie ist das größte Orgelwerk aus der Zeit vor 1700 und zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Barockorgeln.

Wann die erste Orgel in St. Jacobi gebaut wurde, ist nicht dokumentiert. Um 1300 ist allerdings ein „Meister Rudolf“ als Organist bezeugt. Von 1512 bis 1516 wurde eine zweimanualige Orgel von Jacob Iversand und Harmen Stüven gebaut. Vor 1543 wurde ein Rückpositiv hinzugefügt. Weitere Umbauten und Erweiterungen erfolgten im 16. und 17. Jahrhundert durch Orgelbaumeister wie Jacob Scherer (ab 1551), Scherers Schwiegersohn Dirk Hoyer (1577–1578), der ein neues Rückpositiv und zwei neue Pedaltürme baute, Hans Bockelmann (1588–1589) und Hans Scherer der Ältere (1588–1592), die ein neues Oberwerk ergänzten. Scherers Söhne Hans Scherer der Jüngere und Fritz Scherer überholten 1606/07 das Instrument. Am Ende des 16. Jahrhunderts stand Hieronymus Praetorius mit diesem Instrument eine der größten Orgeln der damaligen Zeit zur Verfügung. In seinem Syntagma musicum überliefert Michael Praetorius die damalige Disposition mit 53 Registern auf drei Manualen:




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