Le Bœuf sur le Toit (Kabarett)

Paris, Frankreich

Le Bœuf sur le Toit (Kabarett)

Le Bœuf sur le Toit war ursprünglich ein Musikkabarett und ist heute ein Restaurant im 8. Arrondissement von Paris. Es wurde am 10. Januar 1922 von Louis Moysès eröffnet. In der Zeit zwischen den Weltkriegen war es ein Treffpunkt von Pariser Intellektuellen und Künstlern. Namentlich Jean Cocteau war häufig dort anzutreffen.

1919 kehrte der Komponist Darius Milhaud von einer Brasilienreise zurück. Fasziniert von der dortigen Musik, gründete er mit befreundeten Musikern in Paris die Gruppe Les Six. Ein populäres Lied, das er aus Brasilien mitbrachte, war O Boi no Telhado. Er schlug diese Melodie Jean Cocteau als Thema für ein Ballett vor, als Nachfolge für das erfolgreiche Ballett Parade. Man einigte sich auf den Titel Le Bœuf sur le toit für dieses Ballett – die wörtliche Übersetzung des brasilianischen Liedtitels. Ab 1921 konnte man oft Milhaud, gemeinsam mit Georges Auric und Arthur Rubinstein, in der Bar la Gaya zu sechs Händen spielen hören. Die Gelegenheit, dort Cocteau und seine Freunde zu treffen, machte die Bar populär. Als sie im Dezember 1921 in die Rue Boissy-d’Anglas umzog, änderte der Inhaber, Louis Moysès, den Namen in Le Bœuf sur le Toit. Zweifellos bezweckte er damit, Cocteau und seine Freunde an das Lokal zu binden. Mit der Zeit wurde die Bar solch ein bekannter Künstlertreffpunkt, dass viele glaubten, Milhaud habe sein Stück nach ihr benannt – obwohl das Gegenteil der Fall ist.



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