Place Vendôme

Paris, Frankreich

Place Vendôme

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Die Place Vendôme ist einer der fünf „königlichen Plätze“ von Paris und liegt inmitten der Stadt zwischen der Pariser Oper und dem Tuileriengarten im 1. Arrondissement. Der im klassizistischen Prachtstil ab Ende des 17. Jahrhunderts gestaltete und von prunkvollen Stadthäusern, genannt Hôtels particuliers, umrahmte Platz ist heutzutage vor allem bekannt als Standort des französischen Justizministeriums und des Hotel Ritz sowie für die am Platz zahlreich angesiedelten Verkaufsräume luxuriöser Schmuck- und Uhrenhersteller.

Nach dem Vorbild der Place des Vosges plante König Ludwig XIV. den Bau eines weiteren Platzes diesmal im 1. Arrondissement. Der König übertrug die Baupläne dem berühmten Pariser Baumeister Jules Hardouin-Mansart, der eine sehr anspruchsvolle Bebauung vorsah. Geplant waren eine Bibliothek, Akademien und die Münzprägeanstalt, durch korinthische Arkadengänge miteinander verbunden. Auf dem für die Bebauung vorgesehenen achteckigem Grundriss standen noch zwei Gebäude, nämlich das Kapuzinerinnenkloster (franz. Couvent des Capucines), ein ab 29. Juni 1604 durch Marie de Luxembourg, Duchesse de Mercœur und Gattin des Cèsar de Vendôme, errichtetes Nonnenkloster, und das Stadtpalais Hôtel de Vendôme. Letzteres wurde am 4. Juli 1685 für 660.000 Livres von César de Vendôme, einem Sohn Heinrichs IV., erworben und abgerissen. Nach diesem Stadtpalais wurde später der Platz benannt; zunächst hieß er jedoch Place des Conquêtes (dt.: Platz der Eroberungen). Beide Gebäude fielen den Neubauplänen zum Opfer; den Abrissauftrag erhielt für 620.000 Livres der Bauunternehmer Jean Masneuf durch Dekret vom 12. September 1685. Die Nonnen zogen bereits am 26. Juli 1686 in ein durch François d’Orbay entworfenes Gebäude am Nordende des Platzes um.

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