Altstädter Ring

Prag, Tschechische Republik

Altstädter Ring

9.4

Der Altstädter Ring (tschechisch: ) ist ein Platz im Zentrum der Prager Altstadt. Der älteste und bedeutendste Platz in Prag ist umgeben von historischen Gebäuden unterschiedlicher Baustile, wie dem Altstädter Rathaus mit der weltberühmten astronomischen Uhr, der gotischen Teynkirche, der barocken Nikolauskirche und dem Rokoko-Palais Golz-Kinsky. In der Mitte erhebt sich das monumentale Denkmal des böhmischen Reformators Jan Hus. Über den Altstädter Ring führt der Königsweg, der historische Krönungsweg der böhmischen Könige.

Die ersten kaufmännischen Niederlassungen am rechten Moldauufer, auf dem Gebiet der heutigen Prager Altstadt, errichteten deutsche und jüdische Kaufleute sowie einheimische Handwerker im 10. und 11. Jahrhundert. Ein wesentlicher Grund dafür war die günstige Lage an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen und die Existenz einer Furt, auf der der Fluss überschritten werden konnte. Die Furt befand sich in der Nähe der heutigen Karlsbrücke. Die Niederlassungen entwickelten sich im Schutz der beiden Burgen – der Vyšehrad auf der rechten und die Prager Burg auf der linken Moldauseite. Vom arabisch-jüdischen Kaufmann Ibrahim Ibn Jakob stammt ein Reisebericht aus dem Jahr 965, in dem Prag als eine Stadt beschrieben wird, wo man günstig Geflügel und Korn kaufen und auch seine Lasttiere gut versorgen kann. Von der Stadt heißt es, sie sei aus Stein und Kalk gebaut und sei der größte Handelsplatz in den slawischen Ländern. Es werden hier Pelze, Sättel, Zäume, Schilde, aber auch Sklaven, Gold, Silber und Pferde feilgeboten.




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